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Dienstag, 16. März 2010

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Grüne wollen Verbürokratisierung der Kulturpolitik verhindern

27.11.2009 16:00

 

Grüne wollen Verbürokratisierung der Kulturpolitik verhindern

„Es ist schade, dass die SPÖ die erfolgreiche Josefstädter Kulturpolitik torpedieren will. Die Leidtragenden werden die KünstlerInnen und Kulturschaffenden sein", so Markus Trenker, Vorsitzender der Josefstädter Kulturkommission.

Bürokratischer Spießroutenlauf durch SPÖ und PRO-Josefstadt

"Die Leidtragenden werden die KünstlerInnen und Kulturschaffenden sein, deren Projekte jetzt noch mehr formaler Bürokratie, längeren Vorlaufzeiten und de-Facto-Unplanbarkeiten ausgeliefert sein werden“, so Markus Trenker, Vorsitzender der Josefstädter Kulturkommission über die Aktion von SPÖ und PRO Josefstadt, das Josefstädter Kulturbudget von 155.000,- auf 100,- Euro zu reduzieren und die Kulturförderung einem bürokratischen Spießroutenlauf auszusetzen.

Viele erfolgreiche Kulturprojekte durch die Grüne Bezirksvorstehung im 8.

"Bisher gab es von Seiten der Grünen Bezirksvorstehung unbürokratische Unterstützung und Wohlwollen gegenüber den Kulturschaffenden, das zu vielen erfolgreichen Projekten wie

  • den Kulturherbst 2009,
  • den offenen Bezirksfestwochen oder
  • Vision Film

führte, bei denen dutzende, wenn nicht hunderte Kulturschaffende mitwirkten. Ob diese bisherige Offenheit gegenüber den Kulturschaffenden durch die de-facto-Abschaffung des Kulturbudgets und eine Total-Verbürokratisierung weiterhin gewährleistet ist, ist mehr als fraglich, so Markus Trenker weiter.

Doris Müller, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin erläutert die Konsequenzen der SPÖ-ÖVP-Verbürokratisierung: „Jeder einzelne Kulturantrag muss nun zuerst durch die Kulturkommission, und danach zusätzlich durch den Finanzausschuss.

Doch das Geld wird erst Monate später frei gegeben, weil auch zahlreiche neue Formalitäten und Abrechungsbürokratie auf die Kulturschaffenden zukommt.  Was dies für viele am Rande des Präkariats lebende Kulturschaffende bedeutet, ist SPÖ und PRO Josefstadt offenbar gleichgültig“, so Müller weiter. „Offenbar soll eine lebendige Kulturszene, auf die SPÖ und PRO offensichtlich keinen Einfluss mehr haben, durch Bürokratisierung ausgehungert werden“, meint Müller.

Grüne sind gesprächsbereit über demokratische Verbesserungen in der Durchführung der Kulturpolitik

„Da wir aber nicht davon ausgehen, dass SPÖ und ÖVP massiv den freien Kulturschaffenden schaden wollen, setzen wir auf Gespräche mit SPÖ und ÖVP", so Marco Schreuder, Grüner Kultursprecher im Rathaus. Er macht gemeinsam mit Bezirksvorsteher Heribert Rahdjian ein Angebot: „Die Grünen sind immer gesprächsbereit über demokratische Verbesserungen in der Durchführung der Kulturpolitik. Da die gewählte Vorgangsweise aber bestenfalls zum massiven Nachteil für die Kulturschaffenden ist, laden wir sowohl SPÖ als auch ÖVP zu Gesprächen ein, deren Ausgang nicht zum Nachteil des Kulturbezirks Josefstadt sein soll", so Marco Schreuder und Rahdjian.

„Es wäre schade, wenn die Qualität der Kulturpolitik in der Josefstadt unter einem Bürokratiediktat leiden müsste", so die vier GrünpolitikerInnen abschließend.



 

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