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Martin Köck

Aktivist
„Wir brauchen das Rad nicht neu erfinden, wir müssen es nur öfter benutzen.“
Martin Köck

Privates


Schon seit meiner Geburt lebe ich in Wien, und bin Vater zweier mittlerweile erwachsener Töchter.


Berufliches


Seit meinem Abschied aus der IT als Software-Architekt vor fast 10 Jahren habe ich mein liebstes Hobby zu meinem Beruf gemacht: In der Florianigasse betreibe ich ein erfolgreiches Geschäft (elfkw.at), das auf die Elektrifizierung von Fahrrädern spezialisiert ist. Unsere Kunden kommen dabei aus vielfältigen Bereichen und Lebenssituationen: Von Eltern, die 2 Kinder (und mehr) mit dem Fahrrad sicher und bequem transportieren wollen, bis hin zu Menschen mit eingeschränkter Mobilität, für die ein elektrisch unterstütztes Fahrrad der Schlüssel zur Mobilität überhaupt ist.

Auch der Warentransport für unsere Firma selbst wird grossteils mit Lasten-Fahrrädern abgewickelt.

Jeden Mittwoch Abend werden drüber hinaus in unserem Geschäft Lebensmittel aus der Region verkauft (genauer gesagt aus dem Waldviertel), direkt vom Bauern - also wundern Sie sich nicht über die Schlange vor dem Geschäft. Für mich ist das auch ein wichtiger Beitrag zu funktionierender Nahversorgung - und diese wiederum mit Mobilitäspolitik eng verflochten.


Apropos Mobilitätspoltik:


Diese ist für mich ein wichtiger Schwerpunkt meiner beruflichen und poltischen Arbeit. Sie ist aus meiner Sicht ein Schlüssel zu vielen heute unlösbar scheinenden Fragen in einer immer dichter werdenden Welt - die Josefstadt ist hier ein wunderbar dichter und kleinräumiger Makrokosmos. Platz- und energie-verschwendende Verkehrsmittel (Auto, LKW) müssen hier (und anderswo) einer neuen Kultur im öffentlichen Raum einen Teil des Platzes abtreten, den sie heute zu unrecht beanspruchen.

Während das Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Josefstadt heute schon vorbildlich ist, gibt es bei Massnahmen für FussgängerInnen und Radfahrende noch eine erheblichen Aufholbedarf. Die Reduktion des Auto-Durchzugsverkehrs wird hier den Strassen eine Aufenthaltsqualität zurückbrigen (Stichwort: Flaniermeilen), die es Kindern wieder ermöglichen wird, ohne Begleitung Erwachsener die Strassen zu überqueren, und Radfahrenden, auf sicheren und kurzen Wegen im Alltag unterwegs zu sein.


Sozialpolitik


Was hat eine neue Mobilitätspolitik mit Sozialpolitik zu tun? Gerade Fahrradfahren ist entgegen landläufiger Meinung keine Bobo-Geschichte: aus Dänemark gibt es dazu eine Studie, die klar zeigt, dass Investitionen in Fahrrad-Infrastruktur in allererster linie den finanziell schwächsten zugute kommen. Aus Holland weiss man, dass es fair wäre, allen radfahrenden einen betrag in der Grössenordnung von 500€ pro Jahr zu bezahlen, einfach nur damit sie weiterhin fahren - so gross ist die Ersparnis in Strassenbau, Gesundheits-ausgaben, Unfallkosten usw.


Was bleibt zu sagen?


Wir werden als Politiker Mut, Vernetzung und Durchsetzungsfähigkeit brauchen und ich möchte mich hier im 8. Bezirk dafür einsetzen, dass sich unsere Vision realisiert. Ich will, dass Kinder hier aus dem Haus stürmen können und zu ihren Freunden laufen können, ohne dass sie ein Erwachsener an die Hand nehmen und begleiten muss. Für diese Josefstadt möchte ich meinen Beitrag leisten.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben - Sie können mich jederzeit kontaktieren: Über meine Firma elfkw.at, oder übermartin.koeck@gruene.at

Herzlichst, Ihr Martin Koeck