Sparen am falschen Ende

Ende Oktober wurden die ersten der 16 neue Bäume in der Lederergasse gepflanzt – womöglich die letzten! Die Stadt Wien streicht den Klimafördertopf, aus dem Bezirke bisher Begrünungen und Entsiegelungen finanzieren konnten.
Bezirke unter Druck
Wien will 2026 rund zwei Milliarden Euro einsparen. Die Josefstadt erhält nur 3,5 Millionen Euro – kaum genug, um Straßen, Parks, Schulen, Kulturförderungen oder Jugendzentren zu erhalten. Die inneren Bezirke sind seit Jahren chronisch unterfinanziert und können ohne Förderungen der Stadt keine neuen Projekte umsetzen oder notwendigen Maßnahmen für Lebensqualität schaffen.
Gerade wir, in den Grünen Bezirken haben den Klimatopf genutzt, um Wien mit mehr Grün, Schatten und Raum für Menschen klimagerecht zu machen. Das sichert Lebensqualität. Wer hier spart, spart an der Zukunft.
Gleichzeitig steigen Öffi-Ticketpreise; es wird bei Mindestsicherung, bei Obdachlosen und der Suchthilfe gekürzt. Ein fossiles Großprojekt wie der Lobautunnel bleibt unberührt. Die Stadt Wien droht also ihre soziale DNA zu verlieren, anstatt in die Zukunft zu investieren.
Wir kämpfen für faire Finanzierung
Bezirke entscheiden über Lebensqualität vor Ort! An den, ohnehin unterfinanzieren, Bezirken zu kürzen ist also der falsche Weg. Die neuen Bäume in der Lederergase dürfen nicht die letzten sein!
Wir kämpfen weiter dafür, dass die Josefstadt ihren „Dorfplatz“ am Josef-Matthias-Hauer Platz bekommt, sowie für ausfinanzierte Bezirke und für eine wirkliche soziale Stadt.