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am 19. März

Alle Antworten zur Begegnungszone Lange Gasse

Alexander Spritzendorfer - Anfang Juni soll über die Zukunft der Lange Gasse abgestimmt werden. Die Antworten auf einige gesammelte Fragen (FAQs) zur Begegnungszone Lange Gasse finden Sie hier:

Eine Befragung soll über die Zukunft der Lange Gasse entscheiden

FAQs zur Begegnungszone Lange Gasse:

1. WAS IST GEPLANT?

Die Lange Gasse soll zwischen Josefstädter Straße und Hugo-Bettauer-Platz niveaugleich umgestaltet und zu einer Begegnungszone werden.

2. Was ist eine Begegnungszone?

Eine Begegnungszone ist eine Straße, deren Fahrbahn für die gemeinsame Nutzung aller VerkehrsteilnehmerInnen (Fahrzeuge und FußgängerInnen) bestimmt ist und die als solche gekennzeichnet ist.

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3. Wer entscheidet, ob dieser Abschnitt der Lange Gasse zu einer Begegnungszone umgestaltet wird?

Ob ein Auftrag zur Umgestaltung erteilt wird, entscheidet schlussendlich die Bezirksvertretung bzw. die Bezirksvorsteherin. Das Bezirksparlament hat sich mehrheitlich darauf geeinigt, vor dieser Entscheidung eine Befragung der betroffenen Bevölkerung durchzuführen. Daher entscheidet Ihre Stimme ob es eine Begegnungszone in der Lange Gasse geben wird oder nicht.


4. Wann soll die Befragung stattfinden?

Der Befragungszeitraum ist bis 9. Juni 2017. Es gilt das Datum des Poststempels. Informationen zum Projekt und das Abstimmungsformular er- halten Sie gesondert postalisch.


5. Wer wird befragt?

Befragt werden alle BewohnerInnen gemäß dem Melderegister (und nicht wie ursprünglich angenommen aus der WählerInnenevidenz - somit sind auch alle nicht EU-BürgerInnen abstimmungsberechtigt!) Die Befragung findet innerhalb des Grätzels Josefstädterstraße-Auerspergstraße-Lerchenfelderstraße-Piaristengasse statt, das sind die Wahlsprengel 1 und 7. Für diesen Befragungskreis hat sich eine politische Mehrheit im Bezirk gefunden.


6. Wie wird befragt?

Alle stimmberechtigten BürgerInnen innerhalb des definierten Grätzels erhalten per Post eine Information sowie einen Abstimmungszettel.


7. Was geschieht, wenn die Befragung mit Nein ausgeht und es zu keiner Umgestaltung kommt?

Auch bei einem Nein kommt es in diesem Abschnitt der Lange Gasse zu einer Baustelle. Die Straße ist dringend sanierungsbedürftig. Wenn die Befragung mit Nein ausgeht, wird die Fahrbahn im Bestand saniert, an der Gestaltung der Gasse mit den engen Gehsteigen ändert sich dann nichts. Die zuständige Magistratsabteilung 28 macht dann 2017, was sie schon 2011 machen wollte, bevor die Arbeiten zugunsten von Überlegungen einer Umgestaltung von der Bezirksvorsteherin gestoppt wurden.

8. Was kostet die Begegnungszone?

Die Kosten für eine Begegnungszone samt niveaugleicher Gestaltung und Begrünungsmaßnahmen belaufen sich auf rund € 720.000.-

Durch eine bereits zugesagte Förderung für diese Begegnungszone durch die Stadt Wien in der Höhe von € 576.000.- (das sind 80% der Gesamtkosten) würden sich die Kosten für den Bezirk auf rund € 144.000.- belaufen.

Wird das Umgestaltungsprojekt von der Bevölkerung abgelehnt, verfällt die angebotene Förderung und der Bezirk muss die Kosten für die Sanierung (diese werden auf rund € 212.000.- geschätzt) zur Gänze selbst tragen. Die Kosten für den Bezirk sind im Falle einer Umgestaltung sogar niedriger als bei einer Sanierung im Bestand.


9. Was bringt die Begegnungszone?

  • Niveaugleiche, barrierefreie Gestaltung
  • Mehr Grün
  • Bessere Luft
  • Weniger Lärm
  • Reduktion des Durchzugsverkehrs
  • Mehr Platz für Menschen
  • Infrastruktur für den wöchentlichen Biomarkt
  • Aufwertung der Aufenthaltsqualität im Grätzel
  • Bessere Querungsmöglichkeiten für zu Fuß gehende
  • Lückenschluss des Radwegs bis zur Josefstädterstraße
  • Freier Blick auf das historische Biedermeier-Ensemble, dem Originalschauplatz von Ödon von Horvaths „Geschichten aus dem Wienerwald“

Derzeit sind die Gehsteige in diesem Abschnitt der Lange Gasse schmal und die Gasse wird von AutofahrerInnen oft als Ausweichroute zur 2er Linie benutzt. Bis zu 2.593 Fahrzeuge täglich fahren durch die Lange Gasse (Tempomessung auf Höhe Volksschule Lange Gasse 36, vom Juni 2016).

Das Projekt beinhaltet folgende konkrete Punkte:

Der Bereich beginnend bei der Josefstädter Straße bis einschließlich Hugo Bettauer Platz wird eine Begegnungszone.

Die Durchfahrtsmöglichkeit bleibt weiterhin erhalten. Die erlaubte Geschwindigkeit beträgt 20km/h.

Baulich wird durch Niveaugleichheit des gesamten Straßen- und Gehsteigbereichs eine Gleichberechtigung der unterschiedlichen VerkehrsteilnehmerInnen und eine Beruhigung des Durchzugsverkehrs erwirkt.

Die Parkstreifen werden seitenversetzt links und rechts markiert, um die Temporeduktion des Verkehrs zu unterstützen und das Queren für FußgängerInnen zu erleichtern.


10. Man hört immer wieder den Begriff „Flaniermeile“. Was ist darunter zu verstehen?

Die Stadt Wien hat unter dem Titel „Flaniermeile“ mehrere bezirksübergreifende Verbindungen definiert, die für das zu Fuß gehen attraktiver gemacht werden sollen. Eine dieser „Flaniermeilen“ führt vom Kutscherkmarkt im 18. Bezirk durch die Lange Gasse bis zum Naschmarkt im 4. Bezirk. Für „Flaniermeilen“ hat der Wiener Gemeinderat am Oktober 2016 ein Förderungsmodell beschlossen.


11. Wann ist mit dem Beginn der Bauarbeiten zu rechnen?

Geht die Befragung mit JA aus, dann wird das Projekt 2018 realisiert.

Geht die Befragung mit NEIN aus, dann wird die Straße voraussichtlich noch 2017 im Bestand saniert.


12. WIE KANN ICH MICH WEITER INFORMIEREN?

Am Montag, den 22. Mai wird es eine Informationsveranstaltung im Volkskundemuseum geben. Bei dieser Veranstaltung informieren die zuständigen Magistratsabteilungen, die Lokale Agenda 21 und VertreterInnen aller politischen Fraktionen über die Planungen und die weitere Vorgangsweise.
In einer Begegnungszone sind alle VerkehrsteilnehmerInnen gleichberechtigt


Haben Sie weitere Fragen? Schreiben Sie uns an josefstadt@gruene.at