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am 17. Oktober

Martin Fabisch und Lena Köhler ­- das Spitzenduo

Noah Schönhart - Die Josefstadt wird gemeinsam mit dem Neubau und Währing der dritte Bezirk in Wien, der nach den Wien-Wahlen vom vergangenen Sonntag von den Grünen geführt wird. Martin Fabisch wird neuer grüner Bezirksvorsteher im Achten, Lena Köhler seine Stellvertreterin. Großes Ziel: Der Bezirk soll grüner und verkehrsarmer werden.

Es ist geschafft! Über 6 Prozentpunkte konnten die Grünen Josefstadt bei der Bezirksvertretungswahl dazugewinnen und lösen damit die seit 2010 regierende ÖVP ab. Mit 33,59% gingen die Grünen als stimmenstärkste Partei aus der Wahl hervor und werden erstmals seit zehn Jahren wieder einen Bezirksvorsteher und eine Bezirksvorsteher-Stellvertreterin stellen. Martin Fabisch und Lena Köhler, die diese verantwortungsvollen Ämter schon bald bekleiden werden, haben sich nun in einer Pressekonferenz im Café Florianhof der Medienöffentlichkeit vorgestellt und dabei erste Ideen für den Bezirk präsentiert.


Die Freude nach dem großen Wahlerfolg ist riesig.

"Wir haben viel vor und freuen uns auf die neue Aufgabe, die wir verantwortungsvoll wahrnehmen werden. Gemeinsam, über die Parteigrenzen hinweg, gilt es den 8. Bezirk aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Der Bezirk hat so viel Potential, wir wollen die Lebensqualität für die nächsten Jahre und Jahrzehnte sichern und Antworten auf die drängenden Fragen der Klimakrise finden." - Martin Fabisch  


Auch die Coronakrise hat deutlich gezeigt, wie wichtig der öffentlicher Raum ist. Dieser ist in der dicht besiedelten Josefstadt aber ein besonders rares Gut.


Lena Köhler möchte daher mit den Bürger*innen gemeinsam Ideen für die Josefstadt gestalten und neue Freiräume schaffen. "Wir gehen mutig Projekte an, die den öffentlichen Raum neu denken und gerecht verteilen, die Platz für Menschen schaffen. Aber auch Projekte, die für mehr Miteinander und Verständnis untereinander sorgen."



Drei Themen liegen den beiden besonders am Herzen:


  • Eine Begegnungszone Josefstädter Straße soll die Nachbarschaft begrünen und abgekühlen. Gleichzeitig wird mehr Raum für umweltfreundliche Mobilität geschaffen. Dadurch wird der Bezirk klimafit und es entsteht nachhaltig mehr Lebensqualität, von der auch nachfolgende Generationen noch profitieren können.
  • Der Baumbestand im Bezirk soll verdoppelt werden. 1.000 Bäume in der Josefstadt sollen den Bezirk begrünen. Am Josef-Matthias-Hauer-Platz soll nach einer Umgestaltung ein neues Bezirkszentrum entstehen.
  • Mit der sogenannten "Grätzl-Marie" soll ein eigener Budgettopf ins Leben gerufen werden, der gemeinnützigen Projekten aus der Bevölkerung zur Verfügung steht. Die Idee: Eine Vernetzungsplattform und Starthilfe für gute Ideen oder auch bestehende Initiativen bieten. Denn gerade Corona hat gezeigt, wie wichtig nachbarschaftliche Hilfe und Zusammenhalt sind.

Martin Fabisch und Lena Köhler dankten auch der scheidenden Bezirksvorsteherin Veronika Mickel für ihren Einsatz im Bezirk.


Die beiden wollen nun mit allen konstruktiven Parteien und Initiativen zusammenarbeiten, um die Josefstadt gemeinsam zu einem besseren Ort für alle Bewohner*innen zu machen.