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am 21. Dezember 2015

Wieder-Einsetzung einer Behindertenbeauftragten im 8.

- Gehsteigkanten aber auch der Zugang zu Wohnungen, Geschäften oder anderen Einrichtungen sind für mobilitätseingeschränkte Menschen immer noch eine große Herausforderung. Seit 1997 ist in der Bundesverfassung in Artikel 7 ein Benachteiligungsverbot für körperlich behinderte Menschen verankert. In Bund, Länder aber auch auf Bezirksebene sind wir in der Pflicht, dies rasch umzusetzen. Zudem gibt es seit längerem ein Wiener Anti-Diskriminierungsgesetz. Die grüne Bezirksrätin Annegret Lange setzte daher erfolgreich durch, dafür wieder eine Behindertenbeauftragte in der Josefstadt einzusetzen.

Dass selbst Hauseingänge manchmal eine Barriere sind, zeigt Annegret Lange

Viele Gehsteigkanten in der Josefstadt sind nicht barrierefrei. Auch Straßen wirken als Barrieren und bieten kaum Querungshilfen und breite Gehbereiche. Begegnungszonen und niedrigere Geschwindigkeiten sowie kürzere Rotphasen bei Fußgängerampeln sind ebenso von Bedeutung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität wie mehr Sitzgelegenheiten zum Ausruhen. Vom 30. November 2011 bis Ende November 2015 war die ehemalige Bezirksrätin Doris Stark als Behindertenbeauftragte eingesetzt, diese Mängel zu beheben. Allerdings hat auf dem Gebiet der Inklusion nach Langes Meinung die Behindertenbeauftrage bis jetzt zu wenig geleistet.

"Behindertenpolitik ist keine Minderheitenpolitik", sagt Lange. "Barrierefreiheit", so betonte sie, "steht wirklich allen betroffenen Menschen zu, wobei man das Rad nicht neu erfinden muss." Es gibt bereits viele Konzepte, die auch im Bezirk der oder dem neuen Behindertenbeauftragten zu Verfügung stehen. Und davon profitiere auch der Rest der Bevölkerung wie Eltern mit Kindern oder ältere Menschen.