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am 8. März 2017

Neue Platzbenennungen machen Frauen sichtbar!

Doris Müller - Nicht benannte Verkehrsflächen in der Josefstadt tragen künftig den Namen von verdienten und berühmten Bezirksbewohnerinnen. Ein anlässlich des Frauentags 2017 gestellter grüner Antrag auf weibliche Platzbenennungen wurde in der letzten Bezirksvertretung einstimmig beschlossen.

Grüne Josefstadt: Neue Platzbenennungen machen Frauen sichtbar!

Nicht benannte Verkehrsflächen in der Josefstadt tragen künftig den Namen von verdienten und berühmten Bezirksbewohnerinnen. Ein anlässlich des Frauentags 2017 gestellter grüner Antrag auf weibliche Platzbenennungen wurde in der letzten Bezirksvertretung einstimmig beschlossen.

„In Zeiten wie diesen, wo weltweit Frauenrechte und die Selbstbestimmung der Frau in Gefahr sind, müssen wird das wichtige Wirken von Frauen sichtbar machen und die Gleichstellung von Frauen fördern“ so die grüne Klubvorsitzende Doris Müller. Fast 80 Prozent, nämlich 27 der Verkehrsflächen sind in der Josefstadt nach Männern benannt, nur vier Plätze und Straßen nach Frauen. Eine ebenfalls ein grüne Initiative war die erfolgreichen Benennung des Stolzenthalerparks nach der Fotografin Lisette Model im Jahr 2016.

Jetzt ist die Kulturkommission am Zug. Zur Wahl stehen die bisher unbenannten Flächen rund um die Kreuzung Florianigasse – Skodagasse, die Kreuzung Florianigasse – Albertgasse und die bisher Verkehrsfläche zwischen den Durchfahrten des Maria Franc Hofes. Als zukünftige Namensgeberinnen im Gespräch sind die erste Bezirksvorsteherin Wiens, Maria Franc, die 1938 vor den Nazis vertriebene Schriftstellerin, Elisabeth Freundlich und die Literatin Christine Busta.

Die grüne Klubobfrau ist überzeugt, dass die Josefstädter Kulturkommission durch weibliche Straßennamen aber auch durch Gedenktafeln auf das Lebenswerk von Frauen im öffentlichen Raum erfolgreich aufmerksam machen wird. 2018 wird der Bezirk aufgrund Grüner Initiative auch das 100-jährige Jubiläum des Frauenwahlrechts würdigen. „Mit diesen geplanten Projekten setzten wir ein wichtiges Zeichen, selbstverständlich freuen wir uns über weitere Vorschläge für Platzbenennungen und Initiativen“ so Müller abschließend.