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am 13. Juli

Kaufen mit gutem Gewissen statt mit Hausverstand

Hans-Jörg Neudecker - Ein Blick in die Josefstadt zeigt den positiven Trend: Es gibt viele Wege, nur das zu kaufen, was benötigt wird. Ein Appell für Verpackungsfreiheit. Es geht um viel und doch ist es einfacher als man denkt.

In der Josefstadt gibt es viele Möglichkeiten, umweltschonender einzukaufen. Das beginnt bei kleineren Lebensmittelhändlern, die sich auf Reduktion des Verpackungsmaterials verstehen. Zusätzlich wird am Wochenende auch ganzjährig die Möglichkeit geboten, auf Biomärkten die Nahversorgung im Grätzl zu nutzen und mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen: Erfahrungen austauschen oder auch Tipps und Tricks zur Zubereitung.

FLÄCHENDECKENDE NAHVERSORGUNG MIT MEHRWERT

Die Josefstadt bietet zahlreiche kleine Obst- und Gemüse-Läden, spezialisierte Einzelhändler*innen für regionale und auch exotischere Produkte, Delikatessen und Spezialitäten aus aller Welt, sowie Bäckereien, bei denen regional und mit Blick auf Nachhaltigkeit eingekauft werden kann. Einige der Geschäfte sind Teil der Initiative Zero Waste Austria​ sowie von „bewusst kaufen​“, einer Initiative des Umweltministeriums und ebenfalls Quelle für zahlreiche Tipps & Tricks auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit.

Für Anrainer*innen der Lerchenfelder Straße lohnt ein Besuch beim neu eröffneten Holis-Markt​. Ursprünglich mit Anfang des Jahres geplant, bietet dieser seit Mitte Mai ein verpackungsfreies Einkaufserlebnis.  Weitere Möglichkeiten regionale Händler*innen zu unterstützen, sind der Greißler​ in der Albertgasse, sowie der Bio Laden​ in der Lange Gasse Höhe Schmidgasse und das Essens-Wert​ in der Schlösselgasse. So ergibt sich auch auf kurzem Wege ein flächendeckendes Angebot zum regionalen Einkaufen vor Ort – nicht nur, aber auch am Wochenende.

BIO-MÄRKTE AM WOCHENENDE

Erfreulicherweise bietet sich für Josefstädter*innen gleich an zwei Tagen die Möglichkeit, regional und vor Allem Bio einzukaufen. Jeden Freitag findet am Ceija-Stojka-Platz vor der Altlerchenfelder Kirche ein Biomarkt statt. Immer wieder wird der Marktplatz auch am Samstag zum Treffpunkt für Einkäufer*innen – zum Beispiel als Blumenmarkt oder auch als Flohmarkt.

Jeden Samstag treffen sich zudem zahlreiche Kleinhändler*innen in der Lange Gasse, um am Biomarkt Lange Gasse österreichische und internationale Produkte anzubieten. Auch die Geschäfte vor Ort sowie die nahe liegenden gastronomischen Betriebe sind gut in den Markt integriert und laden zum Verweilen in der Begegnungszone ein. Als Nahversorger in der Josefstadt hat sich der Markt bereits so weit etabliert, dass auch immer wieder verschiedene Freizeitaktivitäten geboten wie z.B. der Radspaß der Rad-Agenda werden. 

NACHHALTIG EINKAUFEN - GLEICH UMS ECK

Gerade die Josefstädter Straße zeichnet sich durch eine Vielzahl von kleinen Geschäften aus, die auch sehr großen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Dabei geht es auch um Vermeidung von Verpackungsmüll und Transportwegen:

  • Regional verkauft heißt weniger Massentransport, weniger Abgase, gezieltere Produktplanung und damit Schonung der Ressourcen und der Umwelt.
  • Regional gekauft muss zudem nicht mehr extra mit dem Auto heimgebracht werden.
  • Regionales Einkaufen stärkt darüber hinaus den sozialen Zusammenhalt, erhält lokale Arbeitsplätze und das Geld bleibt im Bezirk.

Es geht immer mehr darum, für eine bessere Zukunft und ein nachhaltigeres Einkaufserlebnis zu sorgen. Die Josefstädter*innen nehmen dieses Angebot dankbar an – ein erhaltenswerter Trend, ein Zeichen der Hoffnung für bewussteres Einkaufen.

Die Josefstadt kann stolz sein auf ihre Einkaufsmöglichkeiten und es lohnt sich, diese zu erhalten und zu fördern – auch und gerade nach den vergangenen Monaten sollte das nicht vergessen werden.

Grüne Grüße und viel Spaß beim nächsten Einkauf ums Eck – mit gutem Gewissen,

Hans-Joerg Neudecker, Aktivist